Es bröckelt und bröselt: das Mittenwalder Bürgerhaus ist ein hoffnungsloser Fall.

© Leonhard Habersetzer



PLANSPIELE DER FREIEN WÄHLER MITTENWALD

Überraschender Vorschlag: Freie Wähler präsentieren Plan fürs marode Bürgerhaus

Die Freien Wähler haben die Katze aus dem Sack gelassen: Anstelle des maroden Mittenwalder Bürgerhauses soll ein moderner Veranstaltungssaal mit Wellnessbereich entstehen.

Mittenwald – Die Resonanz bei den Mitgliedern macht Mut. „Endlich einmal eine Eingabe, die vorher ausgiebig recherchiert und mit praktikablen Lösungsvorschlägen untermauert ist“, schwärmt Gastgeberin Gudrun Rademacher bei der Frühjahrsversammlung der Vereinigung der Freien Wähler Mittenwald (VFM) im Posthotel. Soeben hat Marktgemeinderat Florian Lipp ein Konzept präsentiert, das es in sich hat. VWA lautet die Zauberformel. „Damit würden wir mit einer Klappe gleich mehrere Fliegen schlagen“, verdeutlicht Lipp.

Doch was verbirgt sich hinter VWA? Die drei Buchstaben stehen für den Neubau eines Veranstaltungssaals mit Gastronomie und Wellnessbereich auf dem Gemeinde-Areal am Anger. Dort steht das vor sich hin bröselnde und bröckelnde Bürgerhaus – Baujahr 1927, ein Sanierungs- wenn nicht sogar hoffnungsloser Fall. Altbürgermeister Hans Neuner jedenfalls gibt auf das markante Gebäude (bis 1975 ein Krankenhaus) keinen Pfifferling mehr. „Das Haus muss weg, da gibt es keinen Radi“, meint der „Hackl“ und schiebt noch eine Warnung hinterher. „Wenn am Bürgerhaus nicht bald was passiert, muss es sowieso wegen maroder Bausubstanz geschlossen werden.“

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Inspirationstour

Nicht zuletzt deshalb setzten sich vor einiger Zeit Lipp und VFM-Fraktionskollege Georg Seitz ans Steuer und starteten eine Informations- und Inspirationstour durchs Oberland. Um eine Eingebung zu finden, mussten sie nicht weit fahren. Bereits am Tegernsee stach den beiden der Voitlhof zum Zotzn ins Auge. So könnte die Fassade des künftigen Mittenwalder Veranstaltungssaals aussehen, dachten sich Lipp und Seitz. Das rustikale Gebäude im bayerischen Stil nur um ein paar Nummern größer und die Räumlichkeiten anders aufgeteilt. Geht es nach den Ideengebern, hätte der künftige Komplex am Anger die Grundmaße von 20 mal 40 Meter mit einem zusätzlichen Wellnessanbau von 15 mal 8,50 Meter.

„Tennenbrücke“

Der Saal soll 250 bis 350 Besuchern Platz bieten. Ferner planen Lipp und Co. eine kleine Galerie und einen Rettungsweg über eine „Tennenbrücke“. Der Gaststättenbereich mit Terrasse liegt im Erdgeschoss. Daneben, direkt unter dem Veranstaltungssaal, befindet sich der Wellnessbereich, der um einen Anbau erweitert wird. Die Küche ist im Kellergeschoss vorgesehen. Im Baukörper, der auf dem Grundstück quer gestellt werden soll, ist noch an drei Wohnungen für Betreiber, Hausmeister oder zur freien Vermietung – nicht zuletzt zur Refinanzierung – gedacht. Der Lageplan gibt noch mehr her. Nämlich optional eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen. Für Altbürgermeister Neuner ein Muss: „Die Tiefgarage gehört in einem Aufwasch mitgebaut.“ Sowohl die bestehenden Parkplätze als auch der Spielplatz blieben unberührt. Die Anfahrt über die Partenkirchner Straße sei problemlos möglich, untermauert Lipp. Zudem bleibt ihm zufolge eine Restfläche für bis zu zwei Vereinsheime oder kulturelle Begegnungsstätten übrig.

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Kein Hirngespinst

Damit das alles nicht zum Hirngespinst verkommt, liefert Lipp für das Acht-Millionen-Euro-Projekt (mit Tiefgarage 9,25 Millionen Euro) gleich noch einen Finanzierungsvorschlag. So soll die TSV-Halle, die bald in Besitz der Gemeinde ist, verkauft werden. Der erhoffte Erlös: eine Million Euro. Gleichzeitig würde sich der Markt die Ausgaben für die geplante Sanierung dieser Einrichtung (2,8 Millionen Euro) sparen. Daneben rechnet Lipp mit Fördergeldern über das RÖFE-Programm für öffentliche und touristische Infrastruktureinrichtungen. Zusätzlich sollen Einnahmen über Mieten und Pachten generiert werden. Lipp geht auch von einer Kreditaufnahme aus. Stimmen diese Parameter, bliebe pro Jahr eine überschaubare Belastung im fünfstelligen Bereich für die Gemeinde übrig.

Im stillen Kämmerlein

Nach dem Umbau der bestehenden Schulsporthalle am Mauthweg würden die bislang im Bürgerhaus angesiedelten Vereine und Institutionen ebenso eine neue Bleibe finden. Aber das hat die Gemeinde schon länger in Verbindung mit dem Bau der großen Sporthalle geplant.

„Es war keine Zauberei, erforderte aber viel Arbeit im stillen Kämmerlein“, konstatiert Lipp. „Schließlich wollten wir kein Wolkenkuckucksei auf den Ratstisch legen, das Gefahr läuft, sofort wieder zerredet und nach Fraktionsinteressen zerrissen zu werden.“ Im Vorfeld künftiger Debatten schlägt der Bau-Referent moderate Töne an. „Wir hoffen, dass es alles beinhaltet, was man auch parteiübergreifend will und was den Bürgern, Vermietern und dem Gast dient.“

Leonhard Habersetzer


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Zwei Tage vor dem Unsinnigen nimmt das närrische Treiben schon seinen Lauf.
Auf unseren Antrag der Freien Wähler, Plakatwände für alle Wahlen und Bürgerentscheide in Mittenwald aufzustellen, ging die Abstimmung mit 10:10 Stimmen aus. Immer wenn die Freien Wähler einen Antrag stellen, wird alles versucht, um ihn scheitern zu lassen. So auch am Dienstag in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates. Mit überzogenen Kostenansätzen, unvorhersehbaren Schwierigkeiten, enormen Belastungen der Bauhofmitarbeiter etc., wurde alles unternommen, um diesen Antrag schlecht zu machen um ihn scheitern zu lassen. Wieder einmal setzte sich der Bürgermeister mit seiner Mehrheit der CSU durch, obwohl seine eigene Partei zuvor selbst auch den gleichen Antrag gestellt hat und ihn in der Sitzung wieder zurückgezogen hat. Die Freien Wähler, die SPD und die Bürgervereinigung waren für diesen Antrag, der denkbar knapp mit 10:10 verloren ging. Nun hängt weiterhin bei Wahlen der Himmel nicht voller Geigen, sondern voller Wahlschildern und Aufstellen mit den Köpfen der Anwärter.😟



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Ein herzliches Vergelt's Gott an alle Helfer des "Schneechaos "

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Mittenwald, 10.Oktober 2018

Liebe Mitglieder der “ Vereinigung der Freien Wähler Mittenwald e.V.,

zur diesjährigen Jahreshauptversammlung darf ich Euch recht herzlich einladen.

Sie findet am Donnerstag, den 25.Oktober 2018 um 20:00 Uhr im Konferenzsaal des Hotel Post statt.



Tagesordnung:

1.)Begrüßung und Bericht durch den 1.Vorstand
2.)Bericht der Schriftführerin
3.)Bericht des Kassiers
4.)Entlastung der Vorstandschaft
5.)Berichte des Kreis- und der Gemeinderäte
6.)Bericht und Grußworte unseres Landrates Anton Speer(Freie Wähler)
7.) Bericht des Landtagsabgeordneten Florian Streibl MdL(u.V)
8.)Bericht des Leiters der Gemeindegärtnerei Josef Fütterer
9.)Wünsche, Anträge, Sonstiges

Die Vorstandschaft der Freien Wähler freut sich auf Euer zahlreiches kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Schandl

1. Vorstand