Infostand am 28.2.26 erfolgreich bei strahlendem Sonnenschein
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Mittenwald – Kompetent, nicht nur in den wichtigen
Standbeinen Tourismus, Landwirtschaft, Gewerbe und Forst, bestens vernetzt,
kurzum gut aufgestellt präsentierten sich die Kandidaten der Freien Wähler in
der gut besuchten Alpenrose. Aber nicht nur lokale Themen und angestrebte
Lösungen standen auf dem umfangreichen Programm. Landrat Toni Speer, von den Freien
Wählern der Landkreisgemeinden zog eine erfolgreiche Bilanz über die zu Ende
gehende Wahlperiode. Er zeigte auch auf, für was sich die Freien engagieren
werden. Vorstand Florian Lipp eröffnete die Präsentation mit den Hinweisen auf
die bisherigen Bestrebungen der Freien, die weiter vorangetrieben werden
sollen. Selbstredend liegt das Hauptaugenmerk auf dem Tourismus, das Gewerbe,
die Landwirtschaft, Kultur und Soziales sowie die nötige Infrastruktur. Hier
wurden auf Betreiben der Freien erste Erfolge bei der vernachlässigten
Straßensanierung erzielt. Das soll konsequent weiterverfolgt werden. Auch beim
Bürgerhaus und der TSV-Turnhalle soll ein Gesamtkonzept anstelle einer
kostenintensiven sanften Sanierung den Ort aus der Misere des fehlenden
Schlechtwetterprogrammes führen. „An jedem Regentag können wir den Gästen nicht
zum Besuch des Geigenbaumuseums raten“ stieß Gastwirt Josef Zunterer als
Vertreter der Gastronomie ins selbe Horn. Er forderte ein
Schlechtwetterprogramm. Sah auch die Notwendigkeit eines Wellnessangebotes,
zusammen mit der Alpenwelt Karwendel. Damit versuchte er auch die nördlichen
Nachbarn, die bei der Versammlung mit Ihren Kreistagskandidaten gut vertreten
waren, mit ins Boot zu holen. Es waren auch Töne zu hören, die man so nicht
erwartete. Wenn man davon ausgeht, dass man an zusätzlicher Konkurrenz nicht
interessiert sei. Darüber ging der Gastronom zum Gemeinwohl darüber hinweg. So
würde er weitere Gaststätten begrüßen. Die könne der Ort gut vertragen und
würde eher entlasten als verdichten, so Zunterer. Dass das Regionalprinzip
unter den Kandidaten kein Lippenbekenntnis ist, sondern bereits gelebt wird,
brachte er zum Ausdruck. Der Gastwirt vertreibt nur Fleisch aus der heimischen
Landwirtschaft und Wildfleisch von den Staatsforsten. Das bestätigte Förster
und Gemeinderatskandidat Martin Echter, der in Mittenwald dem größten Revier in
ganz Bayern vorsteht. Er unterstrich die Unterstützung und enge Zusammenarbeit der
Staatsforste mit der Landwirtschaft. Das bestätigte Ortsbäuerin Anna Maria
Noder. Sie hob den Erhalt der schönen Landschaft, der kleinbäuerlichen
gewachsenen Strukturen hervor. Der von ihr dargestellte Kreislauf brachte ohne
Polemik zum Ausdruck wieviel bäuerlicher Einsatz nötig ist, um die Region so zu
erhalten. Förderung der Gewerbebetriebe, kommunale Wärmeplanung, Ganzjahres
Programm für Familien, Wohnraum, Schulen und Rettungsorganisationen waren die
Themen von Vorstand Florian Lipp und dem zweiten Bürgermeister Georg Seitz. Der
totgesagte Bozner Markt soll mit den Organisatoren Franz und Florian Lipp,
beide „Freie“, alle vier Jahre weitergeführt werden. Florian Lipp stellte noch
einige Wahlkampfaussagen des CSU-Bürgermeisterkandidaten klar und erinnerte,
dass das mittlerweile unliebsame Projekt Latscheneck unter CSU-Führung auf das
Gleis gestellt wurde. Weiter hob er die
gute Zusammenarbeit mit SPD-Bürgermeister Enrico Corongiu hervor. Stellte aber
klar, dass sich dieses gute Verhältnis nicht automatisch auf die SPD-Fraktion
übertragen lasse. Übertragen wurde dann das Wort an Landrat Anton Speer. „Er
stehe nach wie vor für eine kooperative Politik über alle Parteigrenzen hinweg.
Das sei vor allem bei den Haushaltsaufstellungen zum Ausdruck gekommen. Diese
erfolgreiche Arbeit wollen wir fortsetzen, damit unsere Region lebenswert
bleibt. Er verwies auf eine starke Kandidatenliste mit zahlreichen
Mandatsträgern, wie die Europa Abgeordnete und Landesbäuerin Christine Singer, den
Landtagsabgeordneten Florian Streibl, 14 Kreistagsmitglieder, 10 erste und acht
weitere Bürgermeister und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Sie alle haben den
Erhalt der Daseinsvorsorge, vor allem Krankenhäuser, soziale Einrichtungen von
den Schülern bis ins Seniorenalter zum Ziel. Gute Rahmenbedingungen für
Handwerk und Mittelstand sowie den Ausbau des ÖPNV gehörten das
selbstverständlich auch dazu.
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Wir, die Freien Wähler e.V. zeigen uns verwundert über die jüngst veröffentlichten Videobeiträge des CSU-Bürgermeisterkandidaten.
Dabei entsteht der Eindruck, dass einige der angesprochenen Themen nicht dem aktuellen Sachstand entsprechen.
Ein Austausch mit den amtierenden Gemeinderäten hätte möglicherweise verdeutlicht, dass bestimmte Forderungen-wie etwa im Video zum Latscheneck- bereits umgesetzt wurden. Auch beim Thema Flow Trail sind die Hintergründe und Gründe für das Scheitern des Projekts bekannt und wurden bereits ausführlich diskutiert.
Im Zusammenhang mit dem Sessellift bleibt zudem unberücksichtigt, dass ein wirtschaftlicher Betrieb unter den gegebenen technischen und kapazitiven Voraussetzungen - beispielweise im Hinblick auf den Transport von Fahrrädern- kaum realistisch erscheint.
Wir würden es begrüßen, wenn der Wahlkampf auf einer sachlichen und faktenbasierten Grundlage geführt würde und bereits bearbeitete Themen nicht erneut aufgegriffen würden.
Die Vereinigung der Freien Wähler Mittenwald e. V.
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Zur Erinnerung nochmals unsere Info Termine:
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Sie wollen‘s wissen: Wahlleiter Hans Baur (vorne l.) mit den Kandidaten (1. Reihe ab 2. v. l.) Georg Seitz, Annemie Noder, Florian Lipp, Franz Lipp, Josef Zunterer, Josef Gerlach, (2. Reihe v. l.) Martina Schreier, Silvia Bader, Martin Echter, Christian Edlhuber, Peter Plötze, (3. Reihe v. l.) Hans Hornsteiner, Thomas Post, Melanie Gallenberger, (4. Reihe v. l.) Maria Theresia Schreier, Silvia Badstüber, Marianne Lipp, (5. Reihe v. l.) Franz Jais und Michael Seitz. © HA
In Mittenwald deutet alles auf ein Bürgermeister-Duell zwischen Enrico Corongiu (SPD) und Heinz Pfeffer (CSU) hin. Die Freien Wähler, die zweitstärkste Kraft im Rathaus, verzichten auf einen eigenen Kandidaten.
Mittenwald – Florian Lipp redete nicht lange um den heißen Brei: „Es dürfte durchgedrungen sein, dass wir keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken“, sagte der Vorsitzende der Freien Wähler Mittenwald eingangs der Aufstellungsversammlung im Gasthof Alpenrose. „Mit der Arbeit des amtierenden Bürgermeisters Enrico Corongiu sind wir zufrieden, wir arbeiten gut zusammen.“ Was dagegen deutlich überraschender war, dass mit Sepp Schandl (seit 2014), Blasius Seitz und Hardi Brennauer (beide seit 2020) gleich drei der aktuell sechs Gemeinderäte für eine erneute Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Gerade Schandl, der „Freiberger-Sepp“, wurde immer mal wieder als Bürgermeister-Aspirant im Ort gehandelt.
Trotzdem bringen die Freien Wähler mit 21 Bewerbern eine schlagkräftige Kandidatenliste für die Kommunalwahlen 2026 zusammen. Keine Leichtgewichte, sondern gut gewappnete Interessensvertreter und Fachleute der Mittenwalder Schlüsselbranchen wollen all ihre Kräfte bündeln und so das größte Standbein, den Tourismus, nicht nur sichern, sondern weiter nach vorne bringen
So legte der Zahnarzt und Seilbahnbetriebsleiter Christian Edlhuber ein – wie er meint – tragfähiges Konzept für den Kranzberg vor. Das fehle bei den Sanierungsplänen des Bürgerhauses, die gegen die Stimmen der Freien Wähler durchgeboxt wurden, nach wie vor – wie mehrfach anklang. Ihren Vorschlag zum Bau eines notwendigen Veranstaltungssaals samt Wellnessbereich fand damals keine Mehrheit: „Wir wurden damit hinunter gebügelt“, erinnerte Florian Lipp. „Doch wir werden dranbleiben, wie auch bei der Organisation des Bozner Marktes, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben“, versprach der „Dauberweiß“, der die Freien Wähler als Spitzenkandidat anführt. Etwas überraschend: Georg Seitz, der abgesehen von einer kleinen Unterbrechung seit 2002 im Gemeinderat sitzt und seit 2020 als Zweiter Bürgermeister fungiert, landete auf der Liste nur auf Position sechs.
Am 9. Dezember soll ebenfalls in der Alpenrose weiter am Wahlprogramm gefeilt werden. Was Florian Lipp, der wie Bauernobfrau Annemie Noder mit über 100 Stimmen der 39 anwesenden Mitglieder ein überragendes Ergebnis eingefahren hatte, besonders zuversichtlich stimmt: „Dass ein Drittel der Kandidaten weiblich ist und sich die Liste stark verjüngt hat.“ Das weckt beim „Dauberweiß“ die Kampfeslust. „Unser Ziel ist die Mehrheit. Nur so können wir unsere bestehenden Konzepte umsetzen.“ Doch den Bürgermeister werden die Freien Wähler auch künftig nicht stellen.
Kandidatenliste:
1. Florian Lipp (Maurer- und Betonwerkmeister); 2. Anna Maria Noder (Landwirtin/Bankkauffrau); 3. Franz Lipp, (Fliesenlegermeister); 4. Josef Zunterer junior (Gastwirt/Hotelier); 5. Josef Gerlach (Installationsmeister/Energieberater); 6. Georg Seitz (Zweiter Bürgermeister/Bauhofarbeiter; 7. Martin Echter (Förster); 8. Melanie Gallenberger (Baumarktangestellte); 9. Thomas Post (Spengler); 10. Michael Seitz (Landmaschinenmechaniker); 11. Hans Hornsteiner (Wasserbauer); 12. Silvia Bader (Vermieterin); 13. Peter Plötze (Schreinermeister); 14. Marianne Lipp (Vermieterin/Verwaltung Betonwerk); 15. Dr. Christian Edlhuber (Zahnarzt); 16. Franz Jais (Schweißermeister); 17. Silvia Badstüber (Chemielaborantin); 18. Maria Theresa Schreier (Bankkauffrau); 19. Martina Schreier (Einzelhandelskauffrau); 20. Thomas Wunderer (Rettungssanitäter) – Ersatzmann: Eckard Haug (Chemiker). ha
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